Die Community mit 19.492 Usern, die 9.168 Aquarien, 35 Teiche und 66 Terrarien mit 168.229 Bildern und 2.580 Videos vorstellen!
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:
Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier

Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier

Im Sommer sind sie allgegenwärtig, doch verschwunden sind die Bienen auch in der kalten Jahreszeit nicht. Wo sie sich verstecken und mit welchen Strategien sie den Winter überstehen, das lest ihr in diesem Artikel

Die Honigbiene: Wintertraube im Bienenstock

Honigbienen (Apis mellifera) bleiben im Winter im Bienenstock und überleben die kalte Zeit in einer sogenannten Wintertraube. Sobald die Temperaturen unter etwa 10 °C fallen, ziehen sie sich in den Stock zurück. Die Arbeiterinnen bilden eng aneinander gedrängt eine Kugel um die Königin, wobei die äußeren Bienen die Kälte abschirmen und die inneren den Stock warm halten. Durch kontinuierliche Bewegung und das Zittern ihrer Flügelmuskeln erzeugen sie Wärme.

Die benötigte Energie stammt aus den Honigvorräten, die sie im Sommer gesammelt haben. Je nach Außentemperatur und Stockgröße kann die Wintertraube ihre Wärmeproduktion auf bis zu 35 °C steigern, wenn die Königin im Januar mit der Eiablage beginnt.

Wildbienen: Vielfältige Überwinterungsstrategien

Wildbienen umfassen eine Vielzahl von Arten mit unterschiedlichen Strategien für die Überwinterung:

Solitäre Arten

Die meisten Wildbienenarten, wie Mauerbienen (Osmia) oder Sandbienen (Andrena), verbringen den Winter als Puppen oder ausgewachsene Tiere in Brutröhren, die sie im Sommer angelegt haben. Diese Röhren befinden sich oft in Holz, Lehmwänden oder im Boden. Sie sind gut isoliert und schützen vor Frost.

Erdnister

Einige Arten, wie die Furchenbienen (Halictus), graben unterirdische Gänge, in denen sie sich vor Kälte schützen.

Schutz in der Natur

Andere Wildbienenarten überwintern in Pflanzenstängeln, hohlen Zweigen oder unter Laub. Solche Verstecke bieten natürlichen Schutz vor winterlichen Bedingungen.

Die Hummeln: Nur die Königin überlebt

Hummeln, die ebenfalls zu den Wildbienen zählen, nutzen eine andere Strategie: Nur die jungen Königinnen überwintern. Sie suchen sich im Herbst geschützte Verstecke wie Erdlöcher, Laubhaufen oder Mauerritzen. Hier verfallen sie in eine Kältestarre und reduzieren ihre Körperfunktionen auf ein Minimum. Die restlichen Arbeiterinnen und die alte Königin sterben im Herbst.

Erst im Frühjahr, wenn die Temperaturen auf mindestens 10 °C steigen, erwachen die Hummelköniginnen, um neue Nester zu gründen.

Wann werden Bienen wieder aktiv?

Die Aktivität von Bienen hängt stark von der Temperatur ab: Honigbienen wagen erste Ausflüge ab etwa 8–10 °C, insbesondere an sonnigen Tagen im Februar oder März, um sogenannte Reinigungsflüge durchzuführen. Wildbienen und Hummeln starten bei höheren Temperaturen, da sie empfindlicher auf Kälte reagieren. Die genaue Schwelle variiert je nach Art, liegt aber oft zwischen 12 und 15 °C.

Bienen benötigen für ihre Aktivität nicht nur ausreichende Temperaturen, sondern auch blühende Pflanzen als Nahrungsquelle. Frühblüher wie Krokusse, Schneeglöckchen oder Weidenkätzchen sind daher besonders wichtig für den Start ins Jahr.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Bienen im Winter – Rückzug ins WinterquartierBienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier
Blogartikel 'Blog 6583: Bienen im Winter – Rückzug ins Winterquartier' aus der Kategorie: "Tipps & Tricks" zuletzt bearbeitet am 29.11.2024 um 16:54 Uhr von Tom

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Kommentare:
Um selbst einen Kommentar schreiben zu können, musst du dich anmelden!

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Herbstlaub im Gartenteich: Rechtzeitig vorsorgen
Tom am 25.08.2024

Herbstlaub im Gartenteich: Rechtzeitig vorsorgen

Man mag es sich an herrlichen Spätsommertagen kaum vorstellen, doch der Herbst ist nicht mehr weit und damit verändern sich auch die Pflegearbeiten am Gartenteich. Wer gut vorsorgt, kann der Algenplage schon jetzt eine der wichtigsten Grundlagen entziehen und einen hohen Nährstoffeintrag durch Herbstlaub im Gartenteich vermeiden.Der Umgang mit Falllaub

Wie alt werden Koi Fische im Teich?
Tom am 25.07.2023

Wie alt werden Koi Fische im Teich?

Die Lebenserwartung von Koi-Karpfen im Teich kann stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Pflegebedingungen, des Gesundheitszustands der Fische und der Umgebung, in der sie leben. In der Regel können Koi-Fische jedoch eine relativ lange Lebensdauer haben.Unter optimalen Bedingungen können Koi-Fische 25 bis 35

Ein Insektenhotel im Garten: Was ist zu beachten?
Tom am 14.07.2024

Ein Insektenhotel im Garten: Was ist zu beachten?

Insektenhotels sind nicht nur hübsche Dekorationsobjekte für den Garten, sondern auch äußerst nützlich für das Ökosystem. Sie bieten verschiedenen Insektenarten eine willkommene Unterschlupfmöglichkeit und unterstützen so die biologische Vielfalt. Doch beim Bau und der Aufstellung eines Insektenhotels gibt es einiges zu beachten, damit es tatsächlich

Pflegeleichte Gärten: Die 15 besten Tipps und Tricks
Tom am 02.08.2024

Pflegeleichte Gärten: Die 15 besten Tipps und Tricks

Ein eigener Garten ist für viele ein Ort der Entspannung und der Freude. Doch für manche kann die Pflege eines Gartens schnell zu einer mühsamen und zeitaufwendigen Aufgabe werden. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Strategien und Techniken, die Ihren Garten pflegeleicht und trotzdem schön gestalten können. In diesem Artikel teilen wir die 15

Wohin mit dem Herbstlaub?
Tom am 09.09.2024

Wohin mit dem Herbstlaub?

Laubverwertung ist ein wichtiger Bestandteil der Herbstpflege im Garten und es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man das herabfallende Laub sinnvoll und umweltschonend nutzen kann, anstatt es einfach nur zu entsorgen.Laub als Mulch verwendenLaub eignet sich hervorragend als Mulchmaterial für Beete und Sträucher. Eine Schicht aus zerkleinertem

Seerosenblattkäfer: Schädling an der Seerose
Tom am 10.07.2024

Seerosenblattkäfer: Schädling an der Seerose

Seerosen zieren einen jeden Teich, umso ärgerlicher wenn sich ein Schädling an den schönen grünen Blättern bedient. Wenn sich längliche, verzweigte Löcher oder Gräben durch die Blätter der Seerose ziehen, dann ist der Seerosenblattkäfer (Galerucella nymphaeae) zu Gast. Glücklicherweise lässt er sich aber leicht loswerden.AussehenSeerosenkäfer