Beschreibung des Aquariums
Dekoration
Bodengrund:
Torf-Lehm-Quarzsand-Gemisch in einem Verhältnis 3:1:1. Torf (zusatzfrei, eBay), Lehmpulver (25-kg-Sack aus dem Terraristikbedarf) und Quarzsand, der Feine von B (Bauhaus ProBau eco, die 25kg-Tüte á 6, 95 Euro). Der Boden ist ziemlich schwer und nur für "echte" Unterwasser-Pflanzen geeignet.
Aquarienpflanzen:
Diesmal wollte ich das Habitat der Tiere nachempfinden. Dementsprechend minimalistisch fiel die Einrichtung aus. Lehmbodengemisch, einige kleine Wurzeln und ins Wasser hängende Äste.
Pflanzen konnte ich mir dann doch nicht verkneifen. Eine Seerose (Nymphaea sp.) aus dem Baumarkt sowie einige Entnahmen aus den anderen Becken kamen hinzu: eine kleine Anubias, Brasilianer Wassernabel (Hydrocotyle leucocephala), Schwimmender Hornfarn (Ceratopteris pteridoides) und Schwimmreis (Hygroryza aristata) für die Jungtiere zum Verstecken.
Weitere Einrichtung:
Getrocknete Weinäste und Fallaub.
Aquarien-Technik
Beleuchtung:
Standardabdeckung mit 2 x Dennerle 18 W T5.
Filtertechnik:
HMF (30ppi, Dicke: 5 cm) an der Stirnseite des Beckens.
Als Pumpe hatte ich eine Resun SP 1200 Powerhead, die eine kräftige Strömung erzeugt. Den Auslaufschlauch habe ich auf ein an der hinteren Scheibe befestiges Wurzelstück geleitet, damit die Fische nicht im Kreis rotieren, weil: die Resun ist nicht drosselbar. So ergibt sich eine turbulente Ecke und der Rest des Beckens ist gut durchströmt.
Weitere Technik:
Heizstab: Eheim 50 W hinter der HMF-Matte.
Besatz
Fische
Trichgaster chuna (Honiggurami), 3m/5w.
Schnecken
Marisa cornuarietis (Paradiesschnecke), 2w
Auf den Fotos zu sehen, aber ausgezogen:
Pterophyllum scalare "Black Smoke" (Schwarzer Rauchskalar), 2m (Jungtiere)
Wasserwerte
PH: 6.5-7
KH: 2-7.5
GH: 2-12
Temperatur: 27°C
Übrigens: Laut aqualog: Honiggurami werden inzwischen 18-23° C, zur Zucht ~ 26-30°C empfohlen.
Wasserwechsel
wöchentlich 10% mit Berliner Leitungswasser und nach Verdunstung.
Futter
Was Honigguramis so mögen: alles, und viel davon. Alles gibt es, aber sparsam. Tubifex, rote und weiße Mülas, Enchyträen, Springschwänze, Obstfliegen, Frostfutter.
Sonstiges
Ich glaube, es liegt am Lehmboden, dass alle Fotos einen Rotstich haben. Das hatte ich noch nie bei einem Becken. Aber ich hatte auch noch nie ein Lehmgemisch als Bodengrund.
Die Honigguramis zeigen je nach Bedingung andere Farben. Je lehmiger das Wasser ist, desto heller, gelbsilbrigweiß mit transparenten, orange gesäumten Flossen. Je klarer das Wasser ist, desto mehr färben sie ins Rot-Bräunliche um mit fast undurchsichtigen Flossen.
Das Geschlecht der Jungtiere kann man schon nach zwei Wochen an Folgendem unterscheiden: Die Spitzen der Bruststrahler der Weibchen leuchten bläulichsilbern, die der Männchen gelblichorange.
Infos zu den Updates
*update* In meinem Bekanntenkreis, ob Aquarianer oder Händler, gibt es keinen mehr, der noch Honiggurami-Nachwuchs haben will. Da ich die Tiere nicht nach Geschlecht getrennt halten will, habe ich das Becken aufgelöst.
*update* Die Seerose wuchert das Becken zu und muss, da ich sie nicht ständig beschneiden will, in den Balkonteich umziehen.
*update* Auf den Blättern bildet sich in regelmäßigen Abständen eine Art Turbo-Mulm, der ein, zwei Tage später verschwindet. Den Fischen scheint es gut zu gefallen.
User-Kommentare
Moin Berwyyn,
geiles Becken! Bitte, mach doch noch ein paar Bilder!
Liebe Grü?e, Olli
Hallo,
gratulation zu diesem tollen Aquarium. Wirklich eine ganz tolle Gestaltung in meinen Augen.
Grü?e, Tom.
Hi,
wirklich ein interessantes Becken mit einer nicht alltäglichen Gestaltung zeigst Du hier. Allerdings dürfte es ruhig noch mehr Fotos bzw. weitere Infos geben. Wie hast Du beispielsweise das Lehmboden Gemisch hergestellt, bzw. in welchem Mischungsverhältnis? Lehmpulver oder feuchte Lehm/Ton Brocken ? . . .
LG Matthias