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Megalechis thoracata im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Schielenwels

Megalechis thoracata im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Schielenwels)
Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Chrumps, Megalechis thoracata, CC BY-SA 3.0

Wissenswertes zu Megalechis thoracata

Herkunft und Verbreitung

Der Megalechis thoracata, auch bekannt als Schwielenwels oder Dornwels, stammt ursprünglich aus den Süßgewässern Südamerikas. Seine natürliche Heimat erstreckt sich über Flusssysteme in Ländern wie Brasilien, Surinam, Venezuela und Kolumbien. Typisch für sein Habitat sind langsam fließende oder stehende Gewässer mit weichem, sandigem Boden, vielen Versteckmöglichkeiten und dichter Vegetation. Der Schwielenwels gehört zu den anpassungsfähigsten Welsarten und kann selbst in leicht saurem bis neutralem Wasser leben.

Foto mit Schwielenwels Foto mit Schwielenwels Foto mit Versteckter Schwielenwels Foto mit Schwielenwels und sein (??bungs-)Schaumnest Foto mit Schwielenwels Foto mit 3 Schwielenwelse auf einmal erwischt Foto mit Schwielenwelse Foto mit torpedo schwielenwels Foto mit Schwielenwels

Gattung und Familie

Der Schwielenwels gehört zur Familie der Callichthyidae, die oft als Panzerwelse bezeichnet wird. Innerhalb dieser Familie ist er der Gattung Megalechis zugeordnet, die für robuste und widerstandsfähige Welsarten bekannt ist. Die Gattung umfasst nur wenige Arten, von denen Megalechis thoracata aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit und seines interessanten Verhaltens besonders populär ist.

Beschreibung und Aussehen

Der Schwielenwels ist ein mittelgroßer Fisch, der eine Länge von etwa 15 cm erreichen kann. Sein Körper ist langgestreckt und leicht abgeflacht, wobei die Flanken von einer festen Knochenpanzerung geschützt werden.

Sein Farbspiel variiert zwischen Brauntönen, Olivgrün und Grau, oft durchsetzt mit dunklen Flecken oder Punkten, die ihm ein Tarnmuster verleihen. Die Bauchseite ist heller gefärbt. Eine Besonderheit sind die kräftigen Brustflossenstacheln, die er bei Gefahr oder in der Balz einsetzen kann. Diese Stacheln verleihen ihm den Beinamen „Dornwels“.

Haltung im Aquarium

Der Schwielenwels ist relativ pflegeleicht und daher auch für Einsteiger geeignet. Trotzdem sollte man einige grundlegende Haltungsbedingungen beachten:

  • Aquariengröße: Mindestens 240 Liter Fassungsvermögen und einer Kantenlänge ab 120 cm für eine kleine Gruppe von 4 bis 6 Tieren.
  • Wasserwerte: pH-Wert von 5,5 bis 8, Gesamthärte (GH) von 2 bis 25° dGH und eine Temperatur zwischen 19 und 28 °C.
  • Bodengrund: Feiner Sand oder abgerundeter Kies, um Verletzungen an den Barteln zu vermeiden.
  • Verstecke: Wurzeln, Höhlen und dichte Bepflanzung bieten Rückzugsmöglichkeiten.
  • Sozialverhalten: Schwielenwelse sind gesellige Tiere, die in kleinen Gruppen gehalten werden sollten. Sie vertragen sich gut mit anderen friedlichen Fischen.

Ein gut gefiltertes Aquarium mit regelmäßigem Wasserwechsel ist essenziell, da Schwielenwelse eine hohe Stoffwechselrate haben und zu einer erhöhten Belastung des Wassers beitragen können.

Giftigkeit

Der Schwielenwels ist für Menschen und andere Aquarienbewohner nicht giftig. Die stachelartigen Brustflossen können jedoch bei unsachgemäßer Handhabung zu schmerzhaften Verletzungen führen, da sie scharf und sehr robust sind.

Vermehrung und Zucht

Die Zucht von Megalechis thoracata ist vergleichsweise einfach. Das Männchen baut in der Regel ein Schaumnest an der Wasseroberfläche, oft unterstützt von treibenden Pflanzen oder Blättern.

  • Balz: Während der Paarung lockt das Männchen das Weibchen unter das Schaumnest, wo die Eier gelegt und befruchtet werden.
  • Brutpflege: Das Männchen bewacht das Nest und die schlüpfenden Jungtiere. Nach 4–6 Tagen schlüpfen die Larven, die sich zunächst vom Dottersack ernähren.
  • Aufzucht: Nach der Dottersackphase können die Jungfische mit feinem Lebendfutter wie Artemia-Nauplien gefüttert werden.

Mögliche Krankheiten

Schwielenwelse sind robuste Tiere, können aber wie andere Aquarienfische an typischen Krankheiten wie Ichthyophthirius (Weißpünktchenkrankheit), bakteriellen Infektionen oder Parasiten leiden. Zur Vorbeugung sollte auf eine gute Wasserqualität und artgerechte Ernährung geachtet werden. Ein Quarantänebecken ist bei Neuzugängen oder Erkrankungen hilfreich.

FAQs zu Megalechis thoracata

1. Wie groß wird ein Schwielenwels?

Ein Schwielenwels kann bis zu 15 cm lang werden.

2. Sind Schwielenwelse Einzelgänger?

Nein, Schwielenwelse sind gesellige Fische und sollten in kleinen Gruppen gehalten werden.

3. Kann man Schwielenwelse mit Garnelen halten?

Kleine Garnelenarten könnten als Beute angesehen werden. Größere Garnelen sind in der Regel unproblematisch, sofern genügend Verstecke vorhanden sind.

4. Welche Nahrung bevorzugt der Schwielenwels?

Er ist ein Allesfresser und nimmt gerne Futtertabletten, Lebend- und Frostfutter sowie gelegentlich pflanzliche Kost an.

5. Wie alt können Schwielenwelse werden?

Bei guter Pflege können sie ein Alter von 8–10 Jahren erreichen.

Alternative Bezeichnungen

Der Megalechis thoracata ist unter verschiedenen Namen bekannt, darunter:

  • Schwielenwels
  • Dornwels
  • Schaumnestbauender Wels

Fazit

Der Schwielenwels ist ein spannender und pflegeleichter Fisch, der mit seinem Verhalten und seiner Robustheit sowohl Anfänger als auch erfahrene Aquarianer begeistert. Er benötigt ein artgerechtes Umfeld mit ausreichend Verstecken, sauberem Wasser und einer abwechslungsreichen Ernährung, um sich wohlzufühlen. Mit seiner langen Lebenserwartung und seiner Fähigkeit, Schaumnester zu bauen, ist er nicht nur ein Hingucker im Aquarium, sondern auch ein idealer Kandidat für Zuchtprojekte.

Suchst du nach einem langlebigen, anpassungsfähigen und sozialverträglichen Bewohner für dein Aquarium? Dann könnte der Megalechis thoracata genau der richtige Fisch für dich sein!

Haltungsbedingungen

Um Megalechis thoracata (Schwielenwels) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 19° bis 28°C
  • pH-Wert: 5.5 bis 8.0
  • Gesamthärte: 2° bis 25° dGH
  • Mindestaquariengröße: 240 Liter

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Letzte Änderung am 21.12.2024
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