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03.08.2018 von Helga Kury

Die Jungfische im Filter von Helga Kury

Die Jungfische im Filter von Helga Kury

Pelvicachromis sacrimontis RED

Manchmal passieren Dinge einfach und man wird anschlie??end sehr achtsam, doch über die Jahre wird man wieder nachlässig und plötzlich denkt man nicht mehr daran - dann kann der selbe "Fehler" erneut passieren. So geschah es im Juli 2018 bei mir... Aber jetzt von Anfang an.

Die Jungfische im Filter von Helga Kury

Ich freute mich sehr über die Jungfisch-Schar der Pelvichachromis sacrimontis RED. Für mich gehören die Buntbarsche aus diesen Gattungen zu den schönsten Buntbarschen und Pelvicachromis pulcher war sogar mein erster Cichlide, den ich in meiner Anfängerzeit hielt und züchtete... Meine Pelvicachromis sacrimontis RED Eltern zogen nun mit ihrer Jungfisch-Schar ganz ???stolz??? durchs Becken und schienen mir ihre Jungen förmlich gerne zu zeigen.

Ich muss sagen, ich machte mir nicht sehr viele Hoffnungen, da dies der erste Wurf der beiden war und es manchmal vorkommen kann, dass die erste Brut aus irgendwelchen Gründen nicht klappt. Manchmal haben die Eltern Streit oder das Wasser im Becken passt nicht und anderes.

In mein Becken habe ich jedoch vorsorglich einen jungen Ancistrus als ???Blitzableiter??? gesetzt, dem natürlich genügend Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen müssen! Das Becken hat eine Kantenlänge von 80cm und ist für die beiden Tiere zur Zucht gedacht. Ich habe es mit Kies, Pflanzen, Steinen, Holz und Seemandelbaumblättern etwas ansprechender versucht einzurichten.

Die Jungfische im Filter von Helga Kury

Das Aquarium-Beispiel sieht man hier auf EB unter folgendem Link:

https://www.einrichtungsbeispiele.de/becken-beispiele/west-zentralafrika/pelvicachromis-sacrimontis-zuchtbecken-36064-von-helga-kury_36064.html

Jedenfalls ging es nach der Brut und dem Freischwimmen der Jungtiere eineinhalb Wochen lang gut. Eine schöne Jungfisch-Gruppe von 12-15 Tieren schwamm mit ihren Eltern durch das Becken. Doch allmählich fiel mir auf, dass es immer weniger wurden. Ich dachte mir aufgrund der oben genannten Gründe nicht viel, war jedoch ein wenig enttäuscht. Plötzlich waren gar keine Jungtiere mehr da ??? nur hin und wieder sah ich einen einzelnen???

Die Jungfische im Filter von Helga Kury

Ich fütterte weiterhin zweimal täglich mit jeweils zwei Viertel einer Sera viformo Futtertablette und hin und wieder sah ich ein einzelnes Jungtier im Becken. Es vergingen zwei Wochen???

Eines Tages benötigte ich Filterbakterien für einen anderen Filter und wollte dazu den Inhalt des Filters dieses Zucht-Beckens verwenden. Bei diesem Filter des Zucht-Beckens handelt sich um den kleinsten Eheim Au??enfilter (Experience 150). Ich öffnete den Filter und leerte oberflächlich einiges an ???Schmutz-Wasser??? in den anderen Filter um???

Anschlie??end wollte ich den Filter reinigen, hob die beiden Körbe aus dem Filtertopf und leerte etwas Wasser in die Badewanne ??? plötzlich war da ein kleiner Jungfisch! Schnell setzte ich den Kleinen in einen Netz-Ablaichkasten, die es z.B. von JBL gibt in das Becken der Eltern zurück. Nun wollte ich vorsichtig im verbliebenen "Schmutzwasser" des Filters nachsehen ??? und da waren sie auch! Es mussten mehr als fünf Tiere sein doch vor lauter "Dreck" sah ich nicht genau, wieviele es waren. Vorsichtig leerte ich das "Schmutzwasser" samt der Jungtiere in eine Schale und wartete, bis sich der "Dreck" gelegt hatte. Dann brachte ich diese Jungfische meiner Pelvichachromis sacrimontis RED zum anderen Tier im Netz-Ablaichkasten, es waren insgesamt 11 Jungtiere. Das waren die vermissten Jungtiere! Nach ZWEI WOCHEN!!

Die Jungfische im Filter von Helga Kury

Nach näherer Betrachtung waren die Jungen nicht wirklich gewachsen und hatten noch ca. dieselbe Grö??e, die sie vor zwei Wochen hatten. Doch sie lebten! Ich gehe davon aus, dass sie im Filter genügend Mikro-Futter zum ??berleben gefunden haben und zusätzlich musste wohl Futter durch das Ansaug-Rohr in den Filter gelangt sein, da ich nicht wirklich mit der Fütterung sparte - in der Hoffnung, dass im Becken doch noch der eine oder andere Jungfisch auftauchen würde, fütterte ich zweimal täglich. Noch dazu sah ich ja immer wieder mal ein Jugtier im Becken der Eltern schwimmen.

Das ist mir einerseits eine Lehre, denn ich setzte statt des Gitter-Korbs gleich einen Eheim Vorfilter auf das Ansaug-Rohr. Andererseits bin ich froh, dass der Eheim-Filter so konzipiert wurde, dass die Jungfische im untersten Teil des Filters, der frei ist genügend Platz fanden, um zu überleben.

Eigentlich lagen die Gitter-Stäbe des Gitter-Korbes auf dem Ansaug-Rohr nicht sehr weit auseinander, doch offensichtlich zu weit für den Gro??teil der neugierigen Jungtiere???

Den Vorfilter habe ich aufgrund eines zu langen Ansaug-Rohrs derzeit nicht sehr gut positioniert, doch da der Umzug meiner Aquarien in den Aquarien-Keller und den daraus resultierenden Veränderungen kurz bevorsteht, wollte ich mich hier nicht ???verausgaben???. ;-)

Die Jungtiere verblieben zwei Tage im Netz-Ablaichkasten und bekamen dann ihr eigenes 60cm Aufzucht-Aquarium. Nun schwimmen sie bereits eine Woche in dem Becken und sind schon gewachsen. Allerdings sind die Jungen im Vergleich nur halb so gro?? wie der (einzelne?) Jungfisch, den ich im Elternbecken immer wieder mal sehe.

Ich bin sehr glücklich, dass die Geschichte so ausging!! Ich habe auch schon gleich nach freischwimmen der Jungtiere drei Anfragen von Leuten erhalten, die gerne Tiere übernehmen würden...

Und die Eltern? Die sind schon wieder beim "Flirten" (Balzen)...

Fotos:

* Bilder mit Sand zeigen die Jungfische aus dem Filter, die noch ziemlich klein sind. (Leider auch zu schnell, um sie zu fotografieren...)

* Bilder mit Anubien (viele Pflanzen) zeigen den einzelnen Jungfisch im Becken der Eltern, der schon eine beachtliche Grö??e erreicht hat. (Man kann Viell.die blaue Färbung am Kinn erkennen.)

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

Helga Kury

Userbild von Helga KuryHelga Kury ist Moderator*in von EB und stellt 17 Beispiele vor.

Titel: Die Jungfische im Filter von Helga Kury (Artikel 5294)

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