Seerosenblattkäfer: Frühzeitig bekämpfen
Wer im letzten Jahr mit einem Befall von Seerosenblattkäfern zu kämpfen hatte, wird wahrscheinlich auch in diesem Jahr nicht verschont bleiben. Denn der Seerosenblattkäfer (Galerucella nymphaeae) überwintert im Teich, oft unbemerkt in den Wurzeln oder im Bodenschlamm, und beginnt bei steigenden Temperaturen im Frühjahr wieder aktiv zu werden.
Er kann die Seerosenpflanzen erheblich schädigen, indem er sowohl die Blätter als auch die Wurzeln anknabbert. Ohne rechtzeitige Kontrolle können die Käferpopulationen schnell anwachsen und die Pflanzen stark schädigen. Wer also die Ausbreitung des Käfers im kommenden Jahr verhindern möchte, sollte frühzeitig mit gezielten Bekämpfungsmaßnahmen beginnen.
Der Seerosenblattkäfer und sein Überwinterungsverhalten
Der Seerosenblattkäfer überwintern in der Regel als Puppe im Teichboden, in den Wurzeln oder im Schlamm, wo sie vor den winterlichen Temperaturen geschützt sind. Sobald die Wassertemperaturen im Frühjahr steigen, werden die Käfer aktiv und machen sich auf den Weg zu den Seerosen, um sich von deren Blättern und Wurzeln zu ernähren. Ohne rechtzeitige Kontrolle können die Käferpopulationen schnell anwachsen und die Pflanzen stark schädigen. Wer bereits im Vorjahr mit einem Befall zu kämpfen hatte, sollte also nicht zögern, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um eine erneute Vermehrung zu verhindern.
Frühzeitige Bekämpfungsmaßnahmen
Absammeln der Käfer und Larven
Sobald die Temperaturen im Frühling ansteigen und die ersten Anzeichen von Aktivität sichtbar werden, sollte der Teich regelmäßig auf Seerosenblattkäfer untersucht werden. Die Käfer sind etwa 6 bis 8 mm groß und haben eine braune bis schwarz glänzende, leicht abgeflachte Körperform. Sie bewegen sich oft an den Blatträndern der Seerosen und sind relativ leicht zu erkennen. Die Larven hingegen sind weißlich bis gräulich und haben eine C-förmige Form. Sie verstecken sich unter den Blättern und an den Wurzeln, wo sie sich von den Pflanzenteilen ernähren. Sowohl die Käfer als auch die Larven können manuell abgesammelt werden, um den Befall bereits in der Anfangsphase zu stoppen.
Teichboden absaugen oder umgraben
Ein entscheidender Schritt zur Bekämpfung des Seerosenblattkäfers ist das Entfernen der Puppen und Larven, die den Winter im Teichboden verbringen. Durch das Absaugen des Teichbodens kann verhindert werden, dass die Insekten den Frühling überstehen. Viele Teichbesitzer nutzen hierfür spezielle Teichschlammsauger, die gleichzeitig den Boden von Ablagerungen befreien und die Puppen aus der Erde entfernen.
Einsatz von Fischen als natürliche Feinde
Gerade in sehr natürlich angelegten Teichen ist es nicht üblich den Teichboden mit einem Schlammsauger zu reinigen. Hier kann auf die natürlichen Feinde des Seerosenblattkäfers gesetzt werden: Fische, wie Karpfen, Goldfische oder andere Teichbewohner, sind Fressfeinde des Seerosenblattkäfers. Wenn sich diese Fische im Teich befinden, können sie aktiv dabei helfen, die Käferlarven zu fressen, bevor sie sich weiterentwickeln.
Entfernen von befallenen Pflanzenteilen
Um die Ausbreitung des Käfers zu verhindern, sollten die betroffenen Pflanzenteile, wie beschädigte Blätter oder Wurzeln, sofort entfernt werden. Dies minimiert die Möglichkeit, dass sich Larven oder Käfer auf den Seerosen ausbreiten. Es ist wichtig, alle entfernten Pflanzenteile aus dem Teich zu entnehmen, um eine erneute Ausbreitung des Käfers zu verhindern.
Verwendung von biologischen Insektiziden
Wenn die Bekämpfung mit mechanischen Mitteln nicht ausreicht, gibt es auch die Möglichkeit, biologische Insektizide einzusetzen. Diese Produkte sind in der Regel speziell auf den Seerosenblattkäfer ausgerichtet und wirken auf natürliche Weise gegen den Befall, ohne andere Teichbewohner zu gefährden.
Kontinuierliche Beobachtung und Pflege
Regelmäßiges Untersuchen der Pflanzen im Frühling und Sommer ist entscheidend für eine langfristige Bekämpfung des Seerosenblattkäfers. Beobachten Sie die Pflanzen auf Anzeichen von Befall und handeln Sie schnell, wenn neue Käfer oder Larven auftauchen. Zudem hilft eine allgemeine Pflege der Teichpflanzen und -bedingungen dabei, das Wachstum und die Gesundheit der Seerosen zu fördern, sodass sie weniger anfällig für Käferbefall sind.
Frühzeitiges Eingreifen
Wer den Seerosenblattkäfer im Teich frühzeitig bekämpfen möchte, sollte im Frühjahr nicht zögern und mit den genannten Maßnahmen sofort starten. Durch das Absammeln der Käfer und das Entfernen von Puppen und Larven sowie den Einsatz von Fischen und biologischen Mitteln kann der Befall wirkungsvoll eingedämmt und eine Vermehrung des Käfers verhindert werden. So bleibt der Teich gesund und die Seerosen können sich ungestört entwickeln.
Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de