Hydrocharis morsus-ranae im Gartenteich
Einrichtungsbeispiele mit Europäischer Froschbiss
Wissenswertes zu Hydrocharis morsus-ranae
Hydrocharis morsus-ranae, besser bekannt als Europäischer Froschbiss, ist eine klassische Schwimmpflanze europäischer Gewässer. Aufgrund ihrer attraktiven Erscheinung und ihres ökologischen Nutzens ist sie auch eine beliebte Wahl für naturnahe Gartenteiche.
Herkunft
Der Froschbiss ist in Europa und Teilen Asiens heimisch. Er besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Gräben und Altarme.
Aussehen
Die Pflanze bildet kleine, rundlich-herzförmige Schwimmblätter aus, die auf der Wasseroberfläche treiben. Die Blattoberseite ist glänzend grün, die Unterseite leicht rötlich gefärbt. Die Blätter erreichen einen Durchmesser von 3 bis 5 cm. Während der Sommermonate entwickelt der Europäische Froschbiss auffällige, weiße Blüten mit drei Blütenblättern, die über der Wasseroberfläche stehen. Die Wurzeln hängen frei im Wasser, ohne den Boden zu berühren.
Standort
Hydrocharis morsus-ranae bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte in nährstoffreichen, ruhigen Gewässern mit einer Tiefe von 30 bis 100 cm. Er gedeiht in weichem bis mittelhartem Wasser und ist an leicht saure bis neutrale pH-Werte angepasst.
Pflegehinweise
Der Europäische Froschbiss ist pflegeleicht und benötigt keine besondere Düngung, da er Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnimmt. Die Pflanze ist winterhart und überdauert die kalte Jahreszeit als Überwinterungsknospe am Gewässergrund. Im Frühjahr treibt sie erneut aus. Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, empfiehlt es sich, das Pflanzenwachstum regelmäßig zu kontrollieren. Optimal sind Temperaturen zwischen 10 und 25 °C, der pH-Wert sollte im Bereich von 6,0 bis 7,5 liegen.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt sowohl vegetativ durch Ausläufer als auch generativ über Samenbildung. Besonders im Sommer bildet der Europäische Froschbiss zahlreiche Tochterpflanzen, die sich rasch ausbreiten können.
Nutzen
Hydrocharis morsus-ranae bietet wertvollen Lebensraum für viele Wasserinsekten, Amphibien und Kleinfische. Die dichten Blattpolster spenden Schatten und verhindern eine übermäßige Erwärmung des Wassers, was der Algenbildung entgegenwirkt. In naturnahen Teichen trägt die Pflanze zur Förderung der biologischen Vielfalt bei.
Schädlinge und Krankheiten
Der Europäische Froschbiss ist weitgehend resistent gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Gelegentlich kann es jedoch zu Befall durch Blattläuse oder Schnecken kommen, die die Blätter anknabbern.
Deutsche und alternative Bezeichnungen
Die Bezeichnung „Froschbiss“ leitet sich von der angeblichen Ähnlichkeit der Blätter mit einem Froschbiss ab. In einigen Regionen wird die Pflanze auch als „Wasserlöffel“ oder „Froschlöffel“ bezeichnet, was auf die löffelförmige Form der Blätter anspielt.