Die Community mit 19.493 Usern, die 9.144 Aquarien, 35 Teiche und 63 Terrarien mit 166.762 Bildern und 2.575 Videos vorstellen!
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:
23.10.2024 von Tom

Goldfisch ist nicht gleich Goldfisch: Die Vielfalt der Goldfischarten im Gartenteich

Goldfisch ist nicht gleich Goldfisch: Die Vielfalt der Goldfischarten im Gartenteich

Goldfische sind eine der beliebtesten Fischarten für Gartenteiche. Doch hinter dem Begriff „Goldfisch“ verbirgt sich eine erstaunliche Vielfalt an Formen, Farben und Charakteristika. Verschiedene Zuchtformen, die sich über die Jahrhunderte entwickelt haben, bringen nicht nur optische Abwechslung, sondern stellen auch unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum. Hier sind einige der häufigsten Goldfischarten, die in Gartenteichen gehalten werden können, sowie ihre Besonderheiten und Anforderungen.

Der Gemeine Goldfisch (Carassius auratus)

  • Besonderheiten: Der „klassische“ Goldfisch ist bekannt für seine leuchtend orange oder rötliche Farbe, kann jedoch auch weiß, gelb oder schwarz erscheinen. Diese Art hat einen langgestreckten Körper und wird bis zu 30 cm groß.
  • Lebensraumanforderungen: Sie sind sehr anpassungsfähig und robust. Gemeine Goldfische benötigen einen Teich mit mindestens 80 cm Tiefe, um den Winter zu überstehen. Sie kommen mit unterschiedlichen Wasserbedingungen zurecht, solange das Wasser sauber und sauerstoffreich ist.

Shubunkin

  • Besonderheiten: Der Shubunkin fällt durch seine bunte, schillernde Färbung auf. Seine Schuppen sind oft blau, rot, schwarz und weiß gefleckt. Diese Goldfischart ist sehr agil und erreicht eine ähnliche Größe wie der Gemeine Goldfisch.
  • Lebensraumanforderungen: Shubunkins brauchen viel Schwimmraum, daher sollte der Teich eine gute Größe haben. Wie der Gemeine Goldfisch ist auch der Shubunkin sehr widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen, benötigt aber, wie alle Goldfische, klares, gut belüftetes Wasser.

Koi-Karpfen (Cyprinus carpio)

  • Besonderheiten: Koi werden oft als eigenständige Art betrachtet, doch sie gehören zu den Karpfen und sind eng mit dem Goldfisch verwandt. Koi sind deutlich größer als andere Goldfischarten. Ihre Farbenvielfalt und Muster sind einzigartig und reichen von Weiß, Rot und Orange bis hin zu Blau und Schwarz.
  • Lebensraumanforderungen: Kois benötigen besonders große und tiefe Teiche, mindestens 1,50 Meter tief, um im Winter nicht zu erfrieren. Sie stellen auch höhere Ansprüche an die Wasserqualität, da sie empfindlich auf Veränderungen im Sauerstoffgehalt und pH-Wert reagieren.

Wakin

  • Besonderheiten: Der Wakin ist in Japan sehr beliebt und fällt durch seine leuchtenden Farben und den doppelten Schwanz auf. Er ist eine Kreuzung zwischen dem Gemeinen Goldfisch und anderen Zuchtformen.
  • Lebensraumanforderungen: Wakins bevorzugen sauberes Wasser und eine moderate Teichtiefe. Sie sind relativ pflegeleicht, allerdings sollte der Teich nicht zu stark besetzt sein, da diese Art ausreichend Schwimmraum benötigt.

Fantail

  • Besonderheiten: Der Fantail ist eine der Zuchtformen, die besonders durch ihre elegante, fächerartige Schwanzflosse auffällt. Ihr runder, kompakter Körper macht sie langsamer und weniger agil als andere Goldfischarten.
  • Lebensraumanforderungen: Diese Fische sind kälteempfindlicher als andere und sollten in einem gut überwachten Teich mit stabilen Wasserwerten gehalten werden. Eine Teichtiefe von mindestens 80 cm ist auch hier wichtig.

Schleierschwanz

  • Besonderheiten: Diese Zuchtform hat extrem lange, geschwungene Schwanzflossen und einen eher gedrungenen Körper. Schleierschwänze sind sehr dekorativ, aber auch empfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen.
  • Lebensraumanforderungen: Schleierschwänze sollten in ruhigeren Teichen gehalten werden, da sie aufgrund ihrer langsamen Schwimmbewegungen nicht mit schnelleren Arten konkurrieren können. Zudem sind sie anfällig für Temperaturschwankungen und benötigen ein stabiles Teichklima.

Ryukin

  • Besonderheiten: Der Ryukin hat einen auffälligen hohen Rücken und einen kompakten, runden Körper. Er kommt in verschiedenen Farben vor und hat meist eine doppelte, geschwungene Schwanzflosse.
  • Lebensraumanforderungen: Ryukins sind empfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen und benötigen einen gut gefilterten Teich mit mindestens 80 cm Tiefe. Sie sind langsamer als andere Goldfischarten, daher sollte der Teich nicht überbesetzt sein.

Grundlegende Ansprüche aller Goldfischarten an den Lebensraum:

Teichtiefe: 

Für die Überwinterung sollten alle Goldfischarten einen Teich mit mindestens 80–120 cm Tiefe haben, damit sie in den frostfreien Bereich abtauchen können.

Goldfisch ist nicht gleich Goldfisch: Die Vielfalt der Goldfischarten im Gartenteich

Wasserqualität: 

Goldfische benötigen sauberes, sauerstoffreiches Wasser. Eine Filteranlage kann helfen, das Wasser in einem optimalen Zustand zu halten.

Pflanzen und Versteckmöglichkeiten: 

Teichpflanzen sind nicht nur optisch ansprechend, sie bieten auch Verstecke vor Raubtieren und helfen, das ökologische Gleichgewicht im Teich zu stabilisieren.

Überwinterung: 

Im Winter sollte die Oberfläche des Teiches nicht vollständig zufrieren. Eine Eisfreihalterung kann helfen, den notwendigen Gasaustausch aufrechtzuerhalten.

Goldfisch ist nicht gleich Goldfisch: Die Vielfalt der Goldfischarten im Gartenteich

Fazit:

Die Welt der Goldfische ist vielschichtiger, als man auf den ersten Blick denkt. Jede Art bringt ihre eigenen ästhetischen und ökologischen Vorteile in den Teich, hat jedoch auch unterschiedliche Bedürfnisse, was den Lebensraum betrifft. Bei der Auswahl der Goldfische für den Gartenteich sollte nicht nur die Optik, sondern auch die Teichgröße und -gestaltung berücksichtigt werden.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Goldfisch ist nicht gleich Goldfisch: Die Vielfalt der Goldfischarten im Gartenteich (Artikel 6527)

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Wintergäste im Garten: Vögel, die aus dem Norden zu uns ziehen
12.11.2024 Tom

Wintergäste im Garten: Vögel, die aus dem Norden zu uns ziehen

Während viele unserer heimischen Vögel im Herbst gen Süden aufbrechen, um der Kälte zu entfliehen, gibt es auch Arten, die genau den umgekehrten Weg nehmen. Für Vögel, die in Skandinavien, Russland oder arktischen Regionen leben, sind die Winter in Mitteleuropa vergleichsweise mild. In unseren Breitengraden finden sie ausreichend Nahrung und bessere

Aquarium Beleuchtung erneuern mit LEDs
18.07.2023 Tom

Aquarium Beleuchtung erneuern mit LEDs

Die Beleuchtung in Aquarien spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Bewohner. In den letzten Jahren hat sich die moderne LED-Technologie als erste Wahl für immer mehr Aquarium Beleuchtungssysteme herausgestellt. Das ist wenig überraschend, schließlich bieten LEDs viele Vorteile gegenüber traditionellen Beleuchtungssystemen,

Aquarium meets Teich - Geht nicht, gibts nicht!
12.08.2014 Sambia

Aquarium meets Teich - Geht nicht, gibt's nicht!

Vorwort Aquarium meets Teich - klingt komisch, ist aber naheliegend. ´Wie bitte?´ wird mit Sicherheit jetzt die Mehrheit sagen, das ist ja wie ´Äpfel mit Birnen vergleichen´. Nein, ist es nicht und Ihr werdet auch gleich erfahren warum.... Projekt Teich Läßt man sich als Interessent im Gartencenter oder Zoomarkt beraten, ist alles

Entdecke das Natürliche Habitat von Springspinnen
14.05.2024 Tom

Entdecke das Natürliche Habitat von Springspinnen

Springspinnen sind faszinierende Kreaturen, die für ihre agilen Bewegungen und ihre Jagdfähigkeiten bekannt sind. Doch wie sieht eigentlich ihr natürlicher Lebensraum aus? In diesem Artikel werden wir eintauchen und das Habitat von Springspinnen erkunden. Von Wäldern bis hin zu Wiesen und sogar menschlichen Siedlungen - diese kleinen Spinnen können

Flossenfäule erkennen und richtig behandeln
27.08.2024 Tom

Flossenfäule erkennen und richtig behandeln

Flossenfäule ist eine der häufigsten Krankheiten, die bei Aquarienfischen auftreten kann. Es handelt sich dabei um eine bakterielle Infektion, die die Flossen und manchmal auch die Haut der Fische betrifft. Diese Erkrankung ist besonders beunruhigend, da sie unbehandelt zum Verlust der Flossen und im schlimmsten Fall zum Tod der Fische führen kann.