Steinkorallen der Gattung Montipora
Einrichtungsbeispiele mit Montipora
Wissenswertes zu Montipora
Herkunft und Lebensraum
Die Steinkorallen der Gattung Montipora gehören zur Familie der Acroporidae und sind in den warmen Gewässern des Indopazifiks beheimatet. Sie finden sich insbesondere in den Korallenriffen des Roten Meeres, der Philippinen, Indonesiens und Australiens. Ihre natürlichen Lebensräume zeichnen sich durch klare, lichtdurchflutete Gewässer mit stabilen Temperaturen zwischen 24 und 28 °C aus. Montipora-Korallen sind dabei sowohl in flachen Lagunen als auch in tieferen Riffhängen anzutreffen.
Gattung und Familie
Montipora gehört zur Familie Acroporidae, die für ihre Vielfalt und ästhetische Anziehungskraft bekannt ist. Innerhalb der Gattung gibt es über 70 bekannte Arten, die sich durch ihre Wuchsformen und Farbvariationen unterscheiden. Die Gattung Montipora ist eng mit Acropora verwandt, unterscheidet sich jedoch durch ihre kleinere Polypengröße und ihre oft flacher wachsenden Strukturen.
Beschreibung und Aussehen
Montipora-Korallen überzeugen durch ihre vielfältigen Wuchsformen. Sie können platt, krustenartig, verzweigt oder schüsselförmig wachsen. Ihre Farben reichen von leuchtendem Rot, Blau, Grün bis hin zu Gelb und Braun, oft mit kontrastierenden Farbmustern oder fluoreszierenden Pigmenten. Diese Korallen besitzen winzige Polypen, die sich in Vertiefungen der Koralle befinden und ihr eine samtige Oberfläche verleihen.
Haltungshinweise
Diese Steinkorallen gelten als vergleichsweise pflegeleicht und eignen sich für Aquarien, die auf SPS-Korallen (Small Polyp Stony Corals) spezialisiert sind. Folgende Bedingungen sollten erfüllt sein:
- Beleuchtung: Starkes Licht ist essenziell. Metallhalogenidlampen, LED-Module oder T5-Leuchtstoffröhren sind optimal.
- Strömung: Eine moderate bis starke Strömung ist wichtig, um Ablagerungen zu vermeiden und den Gas- und Nährstoffaustausch zu fördern.
- Wasserwerte:
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: 8,1-8,4
- Kalzium: 400-450 mg/L
- Alkalinität: 7-10 dKH
- Magnesium: 1200-1350 mg/L
- Nährstoffe: Niedrige Nitrat- (0-5 mg/L) und Phosphatwerte (0-0,03 mg/L) sind ideal.
Regelmäßige Wasserwechsel und die Zugabe von Spurenelementen tragen zur Gesundheit der Korallen bei.
Giftigkeit
Montipora-Korallen sind für Menschen ungiftig und stellen keine Gefahr dar. Allerdings können ihre Oberflächen bei empfindlicher Haut leichte Reizungen hervorrufen. Im Aquarium können sie durch Wachstum und Platzbedarf andere Korallen verdrängen, was Konflikte im Riffaufbau verursachen kann.
Vermehrung und Zucht
Die Vermehrung von Montipora-Korallen erfolgt in der Regel durch Fragmentierung. Kleine Stücke der Mutterkoralle werden abgebrochen und an einem festen Untergrund befestigt. Bei guten Bedingungen wachsen diese Fragmente schnell und entwickeln sich zu neuen Kolonien. In der Natur reproduzieren sie sich zusätzlich durch sexuelle Fortpflanzung mittels Laichereignissen, bei denen Eizellen und Spermien ins Wasser abgegeben werden.
Mögliche Krankheiten
Montipora-Korallen können von Krankheiten wie der Montipora-Essenzia (Gewebeverlust durch spezifische Würmer) oder bakteriellen Infektionen betroffen sein. Symptome sind Gewebeschäden, Farbverlust oder weiße Flecken. Eine Behandlung mit speziellen Dips oder die Quarantäne betroffener Fragmente kann helfen.
Alternative Bezeichnungen
Montipora-Korallen werden auch als "Plattenkorallen" oder "Samtkorallen" bezeichnet, je nach ihrer Oberflächenstruktur und Wuchsform.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Sind Montipora-Korallen für Anfänger geeignet?
Montipora-Korallen eignen sich für Aquaristen mit grundlegender Erfahrung in der Pflege von Korallen und stabilen Wasserwerten.
2. Wie schnell wachsen Montipora-Korallen?
Bei optimalen Bedingungen können sie mehrere Zentimeter pro Jahr wachsen.
3. Welche Fische vertragen sich gut mit Montipora-Korallen?
Die meisten Riffaquarienfische, wie Clownfische, Grundeln oder Zwerg-Kaiserfische, sind kompatibel. Vorsicht ist bei Korallenfressern wie Falterfischen geboten.
4. Benötigen Montipora-Korallen zusätzliche Fütterung?
Sie können von feinem Plankton oder Aminosäure-Präparaten profitieren, beziehen aber den Großteil ihrer Energie aus der Symbiose mit Zooxanthellen.
5. Warum verliert meine Montipora ihre Farbe?
Mögliche Ursachen sind unzureichende Beleuchtung, hohe Nährstoffwerte oder Stress durch schlechte Wasserqualität.