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Vicia sepium im Garten pflanzen

Einrichtungsbeispiele mit Zaun-Wicke

Vicia sepium im Garten pflanzen (Einrichtungsbeispiele mit Zaun-Wicke)

Wissenswertes zu Vicia sepium

Herkunft und Taxonomie

Die Zaun-Wicke (Vicia sepium) ist eine krautige, mehrjährige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und gehört zur Gattung Vicia (Wicken). Sie ist in Europa sowie in Teilen Asiens weit verbreitet und kommt hauptsächlich in Wiesen, an Waldrändern, Zäunen und Hecken vor. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit hat sie sich auch in Nordamerika eingebürgert. Als Mitglied der Schmetterlingsblütler bereichert sie den Boden durch Stickstoffbindung und trägt zur Bodenverbesserung bei.

Botanische Beschreibung und Aussehen

Die Zaun-Wicke ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 100 cm erreichen kann. Ihre charakteristischen Ranken helfen ihr, sich an Zäunen oder anderen Pflanzen emporzuranken. Die Blätter sind paarig gefiedert mit 4 bis 8 Paaren eiförmiger Blättchen.

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August. Die purpurfarbenen, schmetterlingsförmigen Blüten erscheinen in kleinen Büscheln von 2 bis 6 Blüten an kurzen Stielen. Nach der Blüte entwickeln sich schwarze, schmale Hülsenfrüchte, die kleine, runde Samen enthalten.

S

tandort und Haltung im Garten

Die Zaun-Wicke ist eine pflegeleichte und anspruchslose Pflanze, die sich gut für naturnahe Gärten, Wildblumenwiesen oder als Bodendecker eignet. Sie bevorzugt:

  • Standort: Sonnig bis halbschattig
  • Boden: Humos, durchlässig, gerne etwas feucht
  • pH-Wert: Neutral bis leicht basisch

Aufgrund ihrer Rankeigenschaften kann sie an Zäunen, Sträuchern oder Rankhilfen gepflanzt werden. Sie eignet sich besonders für naturnahe Gärten, wo sie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen als wertvolle Nektarquelle dient.

Pflanzung am Gartenteich

Da die Zaun-Wicke auch feuchte Standorte toleriert, ist sie eine gute Wahl für den Rand von Gartenteichen oder Feuchtwiesen. Dort unterstützt sie die natürliche Stabilisierung des Bodens und bietet wertvollen Lebensraum für Insekten. Sie sollte jedoch nicht direkt ins Wasser gesetzt werden, sondern in den angrenzenden feuchten Boden.

Giftigkeit und Verwendung

Die Zaun-Wicke ist leicht giftig und sollte nicht in großen Mengen von Menschen oder Tieren verzehrt werden. Besonders die Samen enthalten Alkaloide, die bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen können. Dennoch wird sie in der Landwirtschaft gelegentlich als Futterpflanze verwendet, da sie eiweißreich ist.

Vermehrung und Zucht

Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Samen, die sich nach der Blüte in den dunklen Hülsen bilden.

  • Aussaat: Frühjahr oder Herbst
  • Keimdauer: 2-4 Wochen
  • Pflege: Nach der Keimung müssen die jungen Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit erhalten.

Eine weitere Möglichkeit zur Vermehrung ist die Teilung der Wurzeln oder das Setzen von Stecklingen. Aufgrund ihrer kräftigen Wurzelbildung ist die Zaun-Wicke langlebig und etabliert sich schnell im Garten.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Die Zaun-Wicke ist relativ widerstandsfähig, kann jedoch gelegentlich von Blattläusen, Rostpilzen oder Mehltau befallen werden. Bei Anzeichen von Pilzkrankheiten hilft es, befallene Pflanzenteile zu entfernen und auf eine gute Durchlüftung zu achten.

Alternative Bezeichnungen

Die Zaun-Wicke ist unter verschiedenen Namen bekannt, darunter:

  • Hecken-Wicke
  • Mauer-Wicke
  • Rank-Wicke

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

1. Ist die Zaun-Wicke winterhart?

Ja, sie ist in Mitteleuropa heimisch und verträgt Frost ohne Probleme.

2. Kann ich die Zaun-Wicke im Kübel kultivieren?

Ja, aber sie bevorzugt freie Flächen und Rankenmöglichkeiten im Garten.

3. Ist die Zaun-Wicke essbar?

Nur in Maßen, da einige Teile der Pflanze Alkaloide enthalten. Der Verzehr größerer Mengen wird nicht empfohlen.

4. Wie kann ich die Zaun-Wicke zur Stickstoffanreicherung nutzen?

Da sie zu den Leguminosen zählt, bindet sie Stickstoff aus der Luft im Boden. Nach dem Absterben oder Mulchen gibt sie diesen frei und verbessert die Bodenqualität.

5. Welche Insekten werden von der Zaun-Wicke angelockt?

Besonders Bienen, Hummeln und Schmetterlinge profitieren von ihren nektarreichen Blüten.

Fazit

Die Zaun-Wicke (Vicia sepium) ist eine vielseitige, naturnahe Pflanze für Wildblumenwiesen, naturnahe Gärten oder als Begrünung an Zäunen und Teichrändern. Ihre pflegeleichte Natur, die nützlichen Eigenschaften für den Boden und die Anziehungskraft auf Bestäuber machen sie zu einer wertvollen Ergänzung für nachhaltige Gärten.

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Letzte Änderung am 15.02.2025