Isoetes lacustris im Gartenteich pflegen
Einrichtungsbeispiele für See-Brachsenkraut
Wissenswertes zu Isoetes lacustris
Das See-Brachsenkraut (Isoetes lacustris) ist eine Wasserpflanze, die in gemäßigten Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas heimisch ist. Sie gehört zur Familie der Brachsenkräuter (Isoetaceae) und ist eine sogenannte „lebende Fossilie“, da ihre Erscheinungsform sich über Millionen Jahre kaum verändert hat. Diese Pflanze kommt in flachen Gewässern vor und ist ein wichtiger Bestandteil aquatischer Ökosysteme, da sie sowohl als Nahrungsquelle für verschiedene Wassertiere dient als auch das Ökosystem stabilisiert.
Herkunft
Isoetes lacustris ist in Nordamerika, Europa und Asien weit verbreitet. In Europa wächst sie vor allem in den gemäßigten Regionen in flachen Gewässern wie Teichen, Seen und Bächen. Sie bevorzugt Gewässer mit geringer Strömung und einem nährstoffarmen bis mittelnährstoffreichen Boden.
Aussehen
Die Pflanze bildet eine flache Rosette aus langen, schmalen und steifen Blättern, die aus dem Unterwasserbereich aufsteigen und eine Länge von bis zu 40 cm erreichen können. Die Blätter sind kräftig grün und haben eine charakteristische, fadenartige Form, die es ihnen ermöglicht, unter Wasser gut mit Licht versorgt zu werden. Die Wurzeln sind fein und verzweigt, um die Pflanze im Boden zu verankern und sie stabil im Gewässer zu halten.
Standort
Isoetes lacustris bevorzugt flache Gewässer mit einem schlammigen oder sandigen Boden. Ihr bevorzugter Standort sind Gewässer mit keiner oder nur geringer Strömung, in denen die Pflanze ihre Blätter gut entfalten kann, ohne durch starke Strömungen beschädigt zu werden. Sie wächst in einer Tiefe von etwa 0,5 bis 2 Metern, je nach Lichtverhältnissen und Nährstoffgehalt des Wassers.
Pflegehinweise
Für das Wachstum von Isoetes lacustris sind kühle, gut belüftete Gewässer ideal, mit Temperaturen zwischen 10 und 20°C. Der pH-Wert des Wassers sollte leicht sauer bis neutral sein (zwischen 6 und 7,5). Diese Pflanze bevorzugt nährstoffarmes bis mittelnährstoffreiches Wasser, weshalb sie in stark eutrophierten Gewässern nicht gedeiht. Der Boden sollte locker und gut durchlüftet sein, damit die Wurzeln ausreichend Sauerstoff aufnehmen können. In Gewässern mit zu vielen Nährstoffen kann es zu einer Überwucherung von Algen kommen, die das Wachstum der Pflanze behindert. Eine gute Wasserqualität ist daher entscheidend für das Gedeihen der Pflanze.
Vermehrung
Isoetes lacustris vermehrt sich durch Sporen, die in speziellen Sporenträgern (Sporangien) auf der Unterseite der Blätter gebildet werden. Diese Sporangien entwickeln sich in den warmen Monaten und setzen die Sporen frei, die durch das Wasser verbreitet werden. Die Sporen keimen an geeigneten Stellen, wenn sie auf feuchten, nährstoffarmen Boden treffen. Die Pflanze kann sich auch vegetativ über Sprossen verbreiten.
Nutzen
Das See-Brachsenkraut ist eine wichtige Pflanze für aquatische Ökosysteme. Es trägt zur Sauerstoffversorgung des Wassers bei und nimmt überschüssige Nährstoffe auf, wodurch es hilft, das Wasser zu reinigen. Die Pflanze dient als Lebensraum für zahlreiche Wassertiere, darunter kleine Fische und Insektenlarven, und bietet Nahrungsquellen für diese Tiere. Sie stabilisiert zudem den Boden und verhindert Erosion durch ihre Wurzeln.
Schädlinge und Krankheiten
Es gibt keine weit verbreiteten Schädlinge oder Krankheiten, die Isoetes lacustris betreffen. Dennoch ist die Pflanze empfindlich gegenüber einer schlechten Wasserqualität. Hohe Konzentrationen von Nährstoffen oder Übersäuerung des Wassers können zu einem Rückgang der Pflanze führen. Eine hohe Algenblüte, die in nährstoffreichen Gewässern auftreten kann, kann das Wachstum der Pflanze ebenfalls beeinträchtigen.
Alternative Bezeichnungen
Das See-Brachsenkraut wird gelegentlich auch als Teich-Brachsenkraut bezeichnet.