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Welche Seerose passt in den Teich? – Warum nicht nur die Größe entscheidet

Welche Seerose passt in den Teich? – Warum nicht nur die Größe entscheidet

Seerosen gehören zu den beliebtesten Teichpflanzen überhaupt. Ihre eleganten Blätter und farbenfrohen Blüten machen sie zum Mittelpunkt jedes Wassergartens. Wer auf der Suche nach der richtigen Seerose für den eigenen Teich ist, stolpert schnell über Begriffe wie „Zwergseerose“ oder „normale Seerose“. Oft wird angenommen, dass damit lediglich die Größe der Pflanze gemeint ist – doch so einfach ist es nicht. Denn die wahre Herausforderung liegt weniger in der Blütengröße als in der Wüchsigkeit der Pflanze.

Zwergseerose heißt nicht automatisch pflegeleicht

Zwergseerosen wie Nymphaea pygmaea oder Nymphaea tetragona sind speziell gezüchtet für kleinere Teiche, Miniteiche oder sogar Wasserschalen. Sie bleiben kompakt und benötigen weniger Platz. Doch Vorsicht: Einige Zwergseerosen haben überraschend lange Ausläufer und können sich unter guten Bedingungen stark im Teich ausbreiten. Sie nehmen dann schnell mehr Raum ein, als man ihnen eigentlich zugedacht hatte.

Das bedeutet: Die Bezeichnung „Zwerg“ bezieht sich in erster Linie auf die Blatt- und Blütengröße, nicht zwangsläufig auf das Wachstumstempo oder den Ausbreitungsdrang der Pflanze. Ohne entsprechende Pflege kann auch eine vermeintlich kleine Seerose schnell zum Platzräuber werden.

Große Seerosen sind nicht immer wuchernd

Umgekehrt sind viele normale bis große Sorten von Natur aus weniger „umtriebig“. Manche großblättrige Seerosen haben eine schwache Wüchsigkeit – sie bilden im Jahr vielleicht nur wenige neue Rhizome und bleiben dadurch lokal begrenzt, auch wenn einzelne Blätter und Blüten eine beeindruckende Größe erreichen. Gerade für mittlere bis größere Teiche mit ausreichender Pflanztiefe können solche Sorten ideal sein: Sie liefern große Blütenpracht, ohne dass man ständig zur Schere greifen muss.

Ein Beispiel dafür sind viele klassische Sorten mit großer Blüte, die eher standorttreu bleiben, solange sie genügend Platz und Nährstoffe haben, aber keine Tendenz zeigen, den gesamten Teich zu vereinnahmen.

Standort, Pflege und Wuchsverhalten: Alles hängt zusammen

Die Wüchsigkeit einer Seerose hängt aber nicht nur von der Sorte ab, sondern auch von den Bedingungen im Teich. Flachere Teiche mit nährstoffreichem Boden und warmem Wasser fördern das Wachstum – egal ob bei Zwerg- oder Großseerosen. In tieferen, kühleren Gewässern wachsen selbst kräftige Sorten langsamer.

Daher lohnt es sich beim Kauf nicht nur auf die Bezeichnung „Zwerg“ oder „groß“ zu achten, sondern gezielt nach Informationen über das Wuchsverhalten zu fragen:

  • Wie viele Blätter bildet die Sorte pro Saison?
  • Neigt sie zur Ausläuferbildung?
  • Wie weit breitet sich das Rhizom aus?
  • Muss sie regelmäßig geteilt werden?

Oft geben spezialisierte Gärtnereien oder seriöse Händler diese Angaben direkt in ihren Beschreibungen an – es lohnt sich, darauf einen Blick zu werfen. Können diese Fragen nicht oder nur zögerlich beantwortet werden, sollte man selbst nach Informationen über die genaue Sorte suchen. Etwas Aufwand, aber dieser ist es wert, wenn man damit vermeidet eines Tages den Teich komplett entleeren zu müssen, riesige Rhizomgebilde zu entfernen. 

Die richtige Wahl für den eigenen Teich

Wer eine Seerose auswählt, sollte sich also nicht allein von der Größe der Blätter oder Blüten leiten lassen. Entscheidend ist vielmehr:

  • Die Wüchsigkeit: Will man eine Sorte, die gezielt wächst und den Platz nicht sprengt? Oder sucht man bewusst eine, die sich flächendeckend ausbreitet?
  • Der Teich: In kleinen Teichen sind wuchernde Sorten problematisch, in sehr großen Gewässern oft gewünscht.
  • Die Pflegebereitschaft: Ist der Teich so angelegt, dass regelmäßige Pflegemaßnahmen möglich sind oder muss die Pflanze, einmal eingesetzt, allein zurechtkommen? Im zweiten Fall ist eine weniger wüchsige Sorte die bessere Wahl.

Kurz gesagt: Hinter dem Namen „Seerose“ verbirgt sich eine erstaunliche Vielfalt – und die beste Wahl für den Teich trifft man, wenn man nicht nur auf die Optik, sondern auch auf das Temperament der Pflanze achtet. 

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

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Blogartikel 'Blog 6791: Welche Seerose passt in den Teich? – Warum nicht nur die Größe entscheidet' aus der Kategorie: "Tipps & Tricks" zuletzt bearbeitet am 19.03.2025 um 08:04 Uhr von Tom

Tom

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