
Entgiftende Pflanzen: Ein Neujahrs-Trend für mehr Gesundheit
Im Januar kein seltener Anblick: Der Staudensellerie ist ausverkauft. Gerade jetzt, wenn doch die Neujahrsvorsätze noch frisch sind und man sich um gesunde Ernährung bemüht! Ebenfalls ein ungewohnter Anblick: In vielen Gemüseabteilungen ist auf einmal Löwenzahn erhältlich.
Zum Jahresbeginn nehmen sich viele Menschen vor, gesünder zu leben, alte Gewohnheiten abzulegen und dem Körper etwas Gutes zu tun. „Detox“ ist dabei ein häufig verwendetes Schlagwort. Pflanzen mit entgiftenden Eigenschaften stehen hoch im Kurs, denn sie gelten als natürliche Unterstützer für Leber, Nieren und das allgemeine Wohlbefinden. Besonders Löwenzahn und Staudensellerie haben sich einen festen Platz in der Gesundheitswelt erobert. Doch auch andere Pflanzen wie Brennnessel, Artischocke und Mariendistel sollten Beachtung finden.
Löwenzahn: Unterstützer der Verdauung
Der unscheinbare Löwenzahn (Taraxacum ruderalia) ist ein wahres Kraftpaket. Seine Blätter und Wurzeln enthalten Bitterstoffe, die Leber und Gallenblase stimulieren. Dies kann die Verdauung fördern und die Ausscheidung von Schadstoffen über den Darm unterstützen. Löwenzahntee oder -salat sind einfache Möglichkeiten, von den Vorteilen dieser Pflanze zu profitieren.
Staudensellerie: Der Star der Detox-Welt
Staudensellerie hat durch den „Celery Juice“-Trend enorme Popularität erlangt. Der Saft aus frischen Stängeln wird häufig auf nüchternen Magen getrunken und soll den Körper von Toxinen befreien. Staudensellerie enthält reichlich Kalium, das entwässernd wirkt, sowie Antioxidantien, die entzündungshemmend sein können.
Weitere entgiftende Pflanzen
- Brennnessel (Urtica dioica): Diese vielseitige Pflanze wirkt entwässernd und unterstützt die Nierenfunktion. Brennnesseltee ist ein Klassiker im Detox-Bereich und wird häufig zur Durchspülungstherapie verwendet.
- Artischocke (Cynara scolymus): Die Artischocke wird traditionell zur Förderung der Leberfunktion eingesetzt. Ihre Inhaltsstoffe wie Cynarin regen die Produktion von Gallenflüssigkeit an und unterstützen die Fettverdauung.
- Mariendistel (Silybum marianum): Der Samen der Mariendistel enthält Silymarin, eine Verbindung, die die Regeneration von Leberzellen fördern und die Leber vor schädlichen Substanzen schützen kann.
Ist entgiften sinnvoll?
Der Körper ist grundsätzlich gut in der Lage, Schadstoffe selbst auszuscheiden. Leber, Nieren und Darm leisten dabei täglich hervorragende Arbeit. Doch eine unausgewogene Ernährung, Stress oder Bewegungsmangel können die natürlichen Entgiftungsprozesse belasten. Eine gesunde Ernährung kann dabei helfen, diese Systeme zu unterstützen und einen gesunden Lebensstil zu fördern.
Praktische Tipps für die Anwendung
Tees: Viele der genannten Pflanzen lassen sich zu wohlschmeckenden Tees verarbeiten. Brennnessel, Löwenzahn oder Artischocke sind dabei besonders beliebt.
Säfte: Staudensellerie oder Löwenzahnblätter können frisch entsaftet werden. Dies ist eine einfache Möglichkeit, die Wirkstoffe direkt aufzunehmen.
Salate und Gerichte: Löwenzahnblätter oder Artischocken lassen sich wunderbar in gesunde Mahlzeiten integrieren.
Kapseln oder Tabletten: Für alle, die keine Zeit oder Möglichkeit haben, frische Zutaten zu verwenden, gibt es pflanzliche Wirkstoffe, beispielsweise von Mariendistel oder Artischocke, in Form von Kapseln oder Tabletten.
Eine neue Routine für das neue Jahr
Die Beschäftigung mit entgiftenden Pflanzen kann eine wertvolle Ergänzung zu einer gesunden Ernährung und einem bewussten Lebensstil sein. Wichtig ist jedoch, realistische Erwartungen zu haben: „Entgiften“ ist kein Wundermittel, sondern ein Schritt zu mehr Achtsamkeit für den eigenen Körper. Wer dies mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung und ausreichend Schlaf kombiniert, schafft eine solide Grundlage für ein gesundes Jahr.
Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de