Gunnera tinctoria im Garten pflanzen
Einrichtungsbeispiele mit Mammutblatt
Wissenswertes zu Gunnera tinctoria
Herkunft und botanische Einordnung
Gunnera tinctoria, bekannt als Mammutblatt, stammt ursprünglich aus Südamerika, insbesondere aus Chile und Argentinien. Sie gehört zur Familie der Gunneraceae und ist eng verwandt mit Gunnera manicata, einer ähnlichen Art mit noch größeren Blättern. Die Pflanze ist in ihrer Heimat an feuchten Standorten wie Flussufern, Sümpfen und Waldlichtungen zu finden.
Beschreibung und Aussehen
Das Mammutblatt ist eine beeindruckende, mehrjährige Staude mit gigantischen Blättern, die einen tropischen Touch in den Garten bringt. Die Blätter können einen Durchmesser von bis zu 2 Metern erreichen und wachsen an langen, kräftigen Stielen, die eine Höhe von bis zu 2,5 Metern erreichen. Die Blattunterseite ist oft mit feinen, borstenartigen Haaren besetzt.
Im Sommer bildet Gunnera tinctoria lange, zylindrische Blütenstände aus, die aus unzähligen kleinen, rötlich-braunen Blüten bestehen. Die Blüten sind zwar unscheinbar, tragen jedoch zur exotischen Gesamtwirkung der Pflanze bei. Im Herbst entwickeln sich kleine, rote bis orangefarbene Früchte, die für Mensch und Tier jedoch nicht essbar sind.
Haltung und Pflege
Gunnera tinctoria benötigt einen feuchten bis nassen Standort, um optimal zu gedeihen. Sie bevorzugt humusreiche, nährstoffreiche Böden und sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt stehen, insbesondere in heißen Sommermonaten. Halbschattige Standorte sind ideal.
Pflegehinweise:
- Regelmäßige Wassergaben sind unerlässlich, besonders in Trockenperioden.
- Eine jährliche Düngung mit organischem Dünger fördert das Wachstum.
- Die riesigen Blätter sollten im Herbst abgeschnitten und als Winterschutz über die Wurzeln gelegt werden.
- In rauen Klimazonen ist eine zusätzliche Abdeckung mit Laub oder Mulch empfehlenswert.
Pflanzung am Gartenteich
Gunnera tinctoria ist perfekt für die Randbepflanzung von Gartenteichen, Bachläufen oder Feuchtbiotopen geeignet. Die Pflanze sollte in ausreichend großen Pflanzgruben gesetzt werden, da sie viel Platz benötigt. Ein Abstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern zu anderen Pflanzen ist ratsam, um ihr ungehindertes Wachstum zu ermöglichen.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Obwohl Gunnera tinctoria nicht als giftig für Menschen oder Tiere gilt, enthalten die Blätter Oxalsäure, die bei Hautkontakt Reizungen verursachen kann. Beim Schneiden der Blätter ist es daher ratsam, Handschuhe zu tragen.
Vermehrung und Zucht
Die Vermehrung erfolgt entweder durch Samen oder Teilung der Wurzelrhizome:
- Samen: Die Vermehrung über Samen ist möglich, jedoch langwierig und nicht immer erfolgreich.
- Teilung: Die einfachste Methode ist die Teilung der Pflanze im Frühjahr. Dazu wird ein Stück des Rhizoms mit mindestens einer Knospe abgetrennt und an einer neuen Stelle eingepflanzt.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge
Gunnera tinctoria ist relativ robust, kann jedoch durch folgende Probleme beeinträchtigt werden:
- Wurzelfäule bei Staunässe
- Schneckenfraß, besonders an jungen Blättern
- Frostschäden, falls der Winterschutz unzureichend ist
Alternative Bezeichnungen
- Chilenisches Mammutblatt
- Chilenische Gunnera
- Riesen-Rhabarber (aufgrund der optischen Ähnlichkeit, jedoch nicht verwandt)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wie groß kann Gunnera tinctoria wirklich werden?
Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 2,5 Metern erreichen, wobei die Blätter einen Durchmesser von 2 Metern haben können.
2. Ist Gunnera tinctoria winterhart?
Teilweise. Sie verträgt Temperaturen bis etwa -10°C, benötigt aber in kälteren Regionen einen guten Winterschutz.
3. Kann ich Gunnera tinctoria im Kübel halten?
Aufgrund ihres massiven Wachstums ist eine Kübelhaltung schwierig. Wenn dennoch gewünscht, sollte der Kübel sehr groß und stets feucht gehalten werden.
4. Wie schnell wächst das Mammutblatt?
Unter optimalen Bedingungen kann es innerhalb weniger Jahre seine volle Größe erreichen. Die Blätter treiben im Frühjahr rasch aus.
5. Ist Gunnera tinctoria invasiv?
In einigen Regionen, besonders in Großbritannien und Neuseeland, wird sie als invasiv eingestuft. In mitteleuropäischen Gärten ist sie jedoch meist problemlos zu kontrollieren.
Fazit
Mit ihrem tropischen Aussehen und den gigantischen Blättern ist Gunnera tinctoria ein echter Blickfang in jedem Garten mit Feuchtbiotop. Wer ihr ausreichend Platz bietet und den Wasserbedarf deckt, wird mit einer spektakulären Pflanze belohnt.