| Torffilterung für „Schwarzwasser“ - Teil 2 - die Nerven schonende Luxusvariante |
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Hallo an Alle, die Gefallen an meinem Blog „Torffilterung für Schwarzwasser, Wasserwerte und Prinzip der sparsamen Fütterung“ gefunden haben ;-)
Soweit ist an dem Blog nichts nachzubessern.
Jedoch hat mich eines fürchterlich an der Verfahrensweise genervt. Ich hatte ja geschrieben:
„Auch sollte man zum Durchgießen des Wassers durch den Torf sehr viel Geduld mitbringen, da sich nach kurzer Zeit der Torf im Rohr nach unten hin verdichtet und somit nur noch sehr wenig Wasser durchkommt.“
Nun, die Konsistenz des Torfes in meinem letzten neuen Torfsack muss wohl eine Andere als vorher sein. Und zwar hat sich der Torf beim Durchgießen so schnell nach den ersten 20 Litern verdichtet, dass ich insgesamt 12 Stunden für 55 Liter Torfwasser gebraucht habe. Auch Durchrühren des Torfes und Rausholen aus dem Rohr zum Auflockern (was für eine Sauerei) brachte nicht viel. Und als Krönung des Ganzen war dann das Wasser noch so trübe wie ein Hefeweizenbier. Dann wollte ich das Wasser durch einen Kaffeefilter jagen, um die kleinen Trübungsstoffe raus zu bekommen. Nach kurzer Zeit war aber auch der Kaffeefilter dicht.
Nun, ein Freund sagte mir mal, die Antriebsfeder des Ingenieurs ist die Faulheit.
Stimmt!
Es musste doch eine einfachere Variante für die Torffilterung geben, die mich nicht so viel Zeit und Nerven kostet. Also hatte ich schon öfter mal überlegt, meine Torffilterung zu automatisieren. Mir war jedoch klar, dass ich dazu dann keine drei 20-Litereimer mehr benutzen könnte, sondern einen größeren Behälter bräuchte, um 70 Liter auffangen zu können. Als ich im Baumarkt an Regentonnen vorbei gelaufen bin, kam mir die zündende Idee. Dort sah ich unter Anderem Maischebehälter für 60 Liter (passen aber auch knapp über 70 Liter rein). Hmmm, was kann man damit anfangen? Wieso eigentlich die Schinderei mit der Torfkanone? Nö, es muss auch anders gehen. Es gibt ja auch die Torffilterung mit Torfzusätzen im Aquarienfilter direkt. Ja, da war der zündende Gedanke. Nicht den Torf im Filter für das Becken zu lagern, nein. Dann müsste ich ja das Leitungswasser erst mal ins Becken geben und die Fische wären einem dauernden Wasserwertewechsel ausgesetzt. Erst das Altwasser mit geringen PH-Werten, dann das harte Leitungswasser und dann wieder das mit Torf gefilterte Wasser.
Um es auf den Punkt zu bringen:
Also 70 Liter Leitungswasser in den Maischebehälter geben. Dann einen Außenfilter anschließen, der nur mit Torf in Filtersäckchen, Filtermatten und Filterwatte gefüllt ist und ca. einen Tag läuft. Somit werden die 70 Liter immer und immer wieder durch den Torf gejagt.
Auch das mit dem Verdichten des Torfes geschieht in dem Filter nicht wie in der Torfkanone, da der Wasserstrom in diesem Filter von unten nach oben geht, also einer nach unten gehenden Verdichtung entgegen wirkt.
Am Anfang gleich nach Befüllen des Behälters mit Leitungswasser gebe ich die entsprechende Menge Easy-Life flüssiges Filtermedium hinzu (Vielen Dank noch mal für den aufklärenden Blog „Easy Life FFM - Mythos und Wahrheit eines "Wundermittels"“ von **Die Julia**), um die Schadstoffe schon aus dem Wasser zu bekommen, bevor das Wasser ins Becken gerät.
Zum Schluss, wenn dass Wasser ins Becken soll, wird der Filterausgang einfach von der Tonne ins Becken umgehängt. Hat auch die Vorteile gegenüber dem Einschütten aus Eimern, dass erstens die Fische durch den nur geringen Wassereinlauf nicht unnötig gestresst werden und es zweitens keine Plemperei gibt.
Jetzt musste ich nur noch einen Außenfilter auftreiben. Und den hatte mein Schwiegervater im Keller. Es ist natürlich ein alter Eheim Classic mit einer Pumpenleistung von 540 Litern/Stunde. Da der Filter ca. 2 Jahre im Keller stand, hatte ich erst mal die Dichtungsringe neu besorgt und ausgetauscht. Bei EHEIM bekommt man ja zum Glück alles über Jahrzehnte noch nach.
Das auf dem Bild zu sehende EHEIM-Installationsset für die Auslassseite hatte ich noch übrig.
O.k., nicht jeder hat noch einen alten Außenfilter griffbereit. Deshalb habe ich auch als Überschrift den Begriff „Luxusvariante“ geschrieben. Aber wer den Weg der Torffilterung geht, kann sich ja bei Ebay oder sonst woher einen gebrauchten Filter besorgen, wenn er diesen nicht schon über hat. Dann würde ich aber aus Gründen der Nachbeschaffbarkeit von Ersatzteilen/Dichtungen doch zu einem EHEIM raten.
Auf jeden Fall, so denke ich, ist dass eine ziemliche Erleichterung für Alle, die sich bis jetzt mit einer Torfkanone abgemüht haben.
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| Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 11.01.2009 um 08:55 Uhr |
| Der Blog wurde von 1431 User(n) seit dem 24.04.2009 gelesen |
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| Kommentare: |
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| Geschrieben am 14.07.2010 um 22:41 von @quarius |
Meine Erleichterung heißt: VOLLENTSALZER :-)
Ein 10L Eimer, dort dann eine alte Strumpfhose mit knapp einer Hand voll torf rein und ich habe "Schwarzwasser" mit einem PH von 3 - 4,5
Die Strumpfhose mit Torf reicht dann auch gut für weitere Behandlungen des Wassers aus.
Gruß
Thomas |
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| Geschrieben am 13.02.2010 um 00:13 von Micha |
Hallo Majk,
um Deine Frage zu beantworten.
Stehen lassen habe ich eigentlich das Wasser nie.
Wobei ich aber auch davon gelesen hatte.
Als ich diese Variante mit der Filteraufbereitung das erste Mal ausprobiert hatte, habe ich das Ganze auch eine Woche so laufen lassen.
Später habe ich dann festgestellt, dass das Ansetzen auch eine Tag vorher reicht.
Viele Grüße
Micha |
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| Geschrieben am 31.01.2010 um 22:56 von Romulus71 |
Hallo Michi,
die Luxusvariante klingt super, werde mal darüber nachdenken. Hast du das Wasser eigentlich schon mal eine Woche vorher gefiltert und in der Tonne stehen gelassen? So wenn man mal zwei Wochen weg ist und die Vertretung den Wasserwechsel macht? Man kann ja auch eine Woche lang filtern?
Gruß Majk |
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| Geschrieben am 29.03.2009 um 12:51 von Zebraschneggla |
Hallo Micha!
habe gerade deinen Blog gelesen und bin dann auch auf die Idee mit dem Innenfilter gekommen, den hätte ich nämlich noch zur verfügung... werde ich wohl mal ausprobieren.
meine Frage jetzt noch: nach dem Wasserwechsel ergänzt du das Wasser nur mit dem gefilterten Schwarzwasser? oder machst du einen Verschnitt mit Leitungswasser? Sorry, ist vielleicht ne dumme Frage aber das ist mir nicht ganz klar. Hab ja ein eigentlich gut bepflanztes Aquarium, aber ich denke das ich wohl die Düngung dann ein wenig runterfahren muß, wegen dem Phosphat - Wert oder? bin eigentlich ein sparsamer Fütterer. zumindest denk ich das:
Hab vom Frostfutter diese Tafeln, und gebe immer nur ein Stück davon, auch wenn meine wahrlich mehr fressen würden.
Auch anderes Futter ist im Normalfall weg bevor es wirklich am Boden ankommt. Hab eben Angst ich füttere zuviel, deswegen hör ich lieber rechtzeitig auf.
Also werde ich das mit dem Innenfilter mal ausprobieren, und dann mal schauen, was es mir bringt.
vielen Dank schonmal für den Blog, hat mir schon geholfen!
Gruß marion. |
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| Geschrieben am 17.12.2008 um 19:36 von Danny Leeh |
hallo,Klaus
Ich weiß das man den befüllten beutel einfach nur ins wasser hängen kann da ich auch einen innenfilter hatte
lieben gruss...
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