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Kai Dinkel            

Ort / Land:  74706 Osterburken / Deutschland   
Aquarianer seit:  1983

  Einrichtungsbeispiel  7777777    Blog   


Märchen in der (Internet)Aquaristik
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Hallo!

Im I-Net werden so viele Märchen verbreitet damit wollte ich mal aufräumen. Wenn noch jemand solche Märchen einfallen kann er gerne einen Kommentar abgeben.

Das größte Märchen aber immer wieder Aktuell: Fische passen sich der Beckengröße an.

Das stimmt einfach nicht. Die Fische haben einen Kümmerwuchs. Alle Lebenswichtigen Organe und der Fisch selbst sind Verkümmert. Das heißt auch verminderte Lebenserwartung.

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Bei großen Fischen oft gehört: Das ist eine kleinwüchsige Zuchtform

Die "kleine Zuchtform" sind meist Kümmerlinge die von jedem verantwortungsbewustem Züchter aussortiert und Verfüttert werden. Manche Züchter/Händler verkaufen diese als kleinwüchsige Zuchtform. Das ist aber nichts anderes als Geldschneiderei die Fische sind eigentlich "Behindert" mit einer sehr kleinen Lebenserwartung.

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Wenn Aktivkohle im Filter bleibt gibt es eine Rücklösung der Schadstoffe.

Genau so ein Quatsch. Es stimmt schon das Aktivkohle, je nach Schadstoffbelastung, nach etwa 2 Wochen verbraucht ist, aber eine Rücklösung findet nicht statt. Die Aktivkohle wird dann genau so mit Bakterien besiedelt wie jedes andere Filtermaterial auch und mehr nicht.

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Wo wir gerade beim Filter sind: Jedes Fischbecken braucht einen Filter

Ein 200l Becken hat ein Filtervolumen von einem 6l Topffilter entspricht. Einen Filter braucht man also nur wenn das Becken zu großzügig Besetzt wurde, oder wenn Fische drin sind die sehr viel Dreck machen. Wobei beim letzteren auch ein Schnellfilter ausreicht.

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Wenn kein Filter dann wenigstens eine Strömungspumpe

Ist auch Quatsch, durch die thermische Umwälzung, ob jetzt mit oder ohne Heizstab, wird eine Strömung produziert die für viele Becken ausreichend ist.

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Nitrat ist ein Giftstoff

Es wurden Versuche mit Diskus gemacht wo die einen Larven bei NO3 0 aufgezogen wurden die Anderen bei NO3 250 es wurden keine Schäden festgestellt. Es ist aber bewiesen das sich manche Fische bei zu hohen NO3 Werten unwohl fühlen. Das ist aber nur in etwa so als ab ein Mensch der auf den Kanaren aufgewachsen ist jetzt plötzlich im Iglu auf Grönland leben müsste. Der fühlt sich Unwohl aber stirbt noch lange nicht daran.

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Wasserwechsel muss sein.

Stimmt auch nicht siehe zwei von meinen Becken.

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Wasseraufbereiter wie Aquasafe sind Unnötig.

Nicht immer, es gibt Fische die nach dem Wasserwechsel sich Unwohl fühlen. Da kann ein Wasseraufbereiter Abhilfe schaffen.

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Kein Jodsalz ins Becken geben.

Jod ist nicht schädlich sondern ein Wichtiger Bestandteil der Ernährung bei Menschen wie bei Tieren. Die Fische nehmen Jod mit Freuden über die Haut auf.

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Jedes Aquarium braucht Pflanzen

Stimmt fast, denn Algen sind auch Pflanzen. Ich kenne keine Fische die nicht ab und an Algen rumknabbern. Das ist das natürlichste Futter das es gibt mit den ganzen Kleinstlebewesen die darin Leben. Da kann kein Gemüse der Welt mithalten. Deswegen sage ich ein Aquarium ohne "herkömmliche Pflanzen" ist keineswegs Unnatürlich, denn meistens leben die Fische nicht zwischen Pflanzen sondern zwischen Fadenalgen ect. Wasserpflanzen wie wir sie in unseren Becken haben sind in der Natur sehr selten.

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Feuerschwänze sind Einzelgänger

Das stimmt nicht. Feuerschwänze sind Schwarmfische, die Agresivität kommt durch zu kleine Becken, das sind das normale Rangordnungskämpfe die in einem Becken das groß genug ist und der unterlegene Fisch ausweichen kann ganz normal sind. Deswegen sollte eine Gruppe Feuerschwänze nicht unter 200x80x60cm L/T/H gehalten werden, denn eine Einzelhaltung ist keine artgerechte Haltung für diese Fische.

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Man soll das Becken beim einlaufengut bepflanzen.

Ich persönlich (auch wenn mir jetzt das ganze Forum wiederspricht) bepflanze meine Becken erst nach ca. 8 Wochen. Da sind die Fische schon (kommen eh immer am ersten Tag rein weil Anmulmen und geringer Besatz) drin dann kommen erst die Pflanzen. Das hat den einfachen Grund weil Algen, Bakterien und Schimmel sowieso schneller sind als die Pflanzen. Pflanzen brauchen min. zwei Wochen um sich zu aklimatisieren und wachsen in der Zeit nicht und sind also nutzlos gegen Algen, Bakterien und Schimmel und können sich auch gegen die Angriffe nicht wehren und werden von Algen, Bakterien und Schimmel überzogen und sterben ab. Nach 8 Wochen sollte das Becken so weit stabil sein das die Algen, Bakterien und Schimmel von der Einlaufphase verschwunden sind und man Pflanzen ohne Risiko einpflanzen kann.

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Guppys sind Hartwasserfische.

Stimmt nicht ganz. Sie werden zwar in Hartwasser gezogen und es gibt auch Populationen in Brack.- und Meerwasser, aber eigendlich stammen sie aus Südamerika aus Flüssen die weich und sauer sind.

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Kalkstein härtet das Wasser auf.

Jein, bei einem PH unter 7 wird auch viel Kalk gelöst. Bei einem PH von über 8 kann nicht mehr viel Kalk gelöst werden. Da ist die Aufhärtung bei regelmäsigem Wasserwechsel eigendlich zu vernachlässigen.

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In 20l Aquarien können keine Fische gehalten werden ausser zur Aufzucht, ansonsten ist es Tierquälerei.

Es gibt genug Fische die sich in größeren Becken nicht wohl fühlen. Man kann genug Fischarten in so einem kleinen Becken halten. Viele Bettaarten werden nich Pfützen gefunden die haben keine 3l H2O. Hier zwei Links:

http://deters-ing.de/Fische/Fundorte.htm

http://www.minifische.de/

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Durch einen biologischen Motorfilter siedeln mehr Bakterien im Becken

Es stimmt schon das sich die meisten Bakterien im Filter ansiedeln weil sie dort die besten Lebensbedingungen finden, aber dadurch werden es mit sicherheit nicht mehr Bakterien als ohne Filter.
Es Bilden sich immer nur so viel Bakterien wie es Nahrungsangebot gibt. Der Filter kann also noch so groß sein, es werden nicht mehr Bakterien. Wenn dann also eine zeitweise Überfütterung stattfindet, oder die Einrichtung zu gut gereinigt wird kann es trotzdem Probleme mit Giftstoffen geben. Die Bakterien brauchen nämlich auch eine Zeit um sich zu vermehren und um sich an die neue Situation anzupassen.

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Auch oft gehört und gelesen: Dieser Kugelfisch ist ein Süsswasserkugelfisch, das ist eine Zuchtform die braucht kein Salz

Es gibt Süsswasserkugelfische, aber man kann aus einem Saz.- oder Brackwasserfisch keine Form herauszüchten die längere Zeit in Süsswasser überlebt. Dazu braucht man mehr als die paar Generationen die gezüchtet werden. Dazu ist eine Evulution notwendig, und auch die geht oft in die Hose.




Erweiterung 09.08.

Gruß
Kai
 
Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 09.08.2007 um 18:32 Uhr
Der Blog wurde von 1423 User(n) seit dem 24.04.2009 gelesen
 
 
Kommentare:
 
Geschrieben am 25.11.2009 um 08:57 von Hai Dang Ngo
Bei großen Fischen oft gehört: Das ist eine kleinwüchsige Zuchtform

Die "kleine Zuchtform" sind meist Kümmerlinge die von jedem verantwortungsbewustem Züchter aussortiert und Verfüttert werden. Manche Züchter/Händler verkaufen diese als kleinwüchsige Zuchtform. Das ist aber nichts anderes als Geldschneiderei die Fische sind eigentlich "Behindert" mit einer sehr kleinen Lebenserwartung.

Verantwortungsbewusst??? Wie ist das so beim Menschen mit Behinderung
 
 
Geschrieben am 22.03.2007 um 08:20 von Pandora
Hallo Kai,
danke für die ausführliche Antwort. Recht hast Du eine angeregte Diskussion ist ja wohl Sinn der Blogs. Wenn es für jedes aquaristische Problem 08/15 Lösungen gäbe bräuchten wir hier auch nicht zu diskutieren, stimmt. Das macht wohl den Reiz der Aquaristik aus und die Beschäftigung mit den unterschiedlichsten biochemischen Zusammenhängen und Abläufen. Wie Du schon schreibst: "es führen viele Wege nach Rom." Die Denkanstöße, die Du gegeben hast sind sicher o.k. und warum eine Sache nicht mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten? Viel Spaß weiterhin und Grüße
Stefan
 
 
Geschrieben am 21.03.2007 um 19:40 von Kai Dinkel
Hallo Stefan!

Ich habe mal ein Kommentar gelöscht das zu viel war, danke!

Nun zum Thema:

"Ich finde diesen Blog nach wie vor nicht gut, denn Du siehst ja zu was für endlosen Diskussionen es führt, wenn man so viele Themen auf einmal anreißt und alles mit 2-3 Sätzen abhandeln will. Die Meinungen und Erfahrungen anderer als "Märchen" zu titulieren gefällt mir prinzipiell gar nicht. Was qualifiziert Dich denn zum großen "Aufräumer" in der (Internet)Aquaristik?"

Zu einer Diskussion sollte das ganze ja auch führen, gut ich hätte zwei Blogs daraus machen können. Blog 1 Überschrift: "Wege abseits der Standartaquaristik wie sie im Internet immer probagiert werden" und die echten Märchen in einen zweiten Blog. Könntest du dann mehr damit anfangen?

Ich bin nicht der große Aufräumer der Internetaquaristik, ich sehe nur im I-Net oft die gleichen Fragen auf die immer die gleichen Standartbeiträge kommen, meistens ohne zu wissen das es auch anders geht. Schreibt dann jemand das es auch anders geht hat er meistens die Anfeindungen auf seiner Seite. Ich habe vor ein paar Monaten auch nur die Standartantworten gegeben aus dem Grund das ich es nicht besser wusste oder den Anfeindungen aus dem Weg gehen wollte.

"Das einzige was man an diesem Beitrag als "Märchen" bezeichnen könnte ist "Fische passen sich der Beckengröße an." Da stimme ich Dir zu. Alles andere ist Deine ganz persönliche Meinung und nicht auf jedes andere Becken übertragbar und schon gar nicht allgemein gültig. Ich werde mein Becken auch zukünftig mit einem Filter versehen, regelmäßig Wasserwechsel machen, es gut bepflanzen, auf unnötige Chemie verzichten und den Fischen ein so großes Becken wie irgend möglich zur Verfügung stellen. Andere können gern auf Wasserwechsel, Pflanzen, Filter usw. verzichten und ein "Altwasserbecken" betreiben."

Du kannst doch regelmäsig Wasserwechsel machen und kein Aufbereiter ins Becken kippen (mache ich auch nicht) es führen viele Wege nach Rom. Das ein Becken mit dem anderen nicht zu vergleichen ist sollte klar sein, du kannst auch von mir aus die grüne Hölle entstehen lassen, ich wollte nur Alternativen zur Standartaquaristik (die du auch betreibst) und zu Standartinternetkommentaren aufzeigen. Wie es die Leute nun machen ist mir eigendlich völlig egal. Es ist aber gut das darüber dann gesprochen wird.

"Das einzige was man an diesem Beitrag als "Märchen" bezeichnen könnte ist "Fische passen sich der Beckengröße an." Da stimme ich Dir zu. Alles andere ist Deine ganz persönliche Meinung und nicht auf jedes andere Becken übertragbar und schon gar nicht allgemein gültig. Ich werde mein Becken auch zukünftig mit einem Filter versehen, regelmäßig Wasserwechsel machen, es gut bepflanzen, auf unnötige Chemie verzichten und den Fischen ein so großes Becken wie irgend möglich zur Verfügung stellen. Andere können gern auf Wasserwechsel, Pflanzen, Filter usw. verzichten und ein "Altwasserbecken" betreiben."

doch du hast das wichtigste vergessen und zwar das sich dann anaerobe Bakterien bilden können müssen damit Altwasser ohne Pflanzen funktioniert, da sonst niemand da ist der bestimmte Schadstoffe abbaut. Oder man lässt Algen wachsen wenn es irgendwie geht, dann übernehmen die die Aufgabe der Pflanzen.

Gruß
Kai

 
 
Geschrieben am 21.03.2007 um 10:55 von Pandora
Hallo Kai,
danke für Deine Antwort. Ich finde diesen Blog nach wie vor nicht gut, denn Du siehst ja zu was für endlosen Diskussionen es führt, wenn man so viele Themen auf einmal anreißt und alles mit 2-3 Sätzen abhandeln will. Die Meinungen und Erfahrungen anderer als "Märchen" zu titulieren gefällt mir prinzipiell gar nicht. Was qualifiziert Dich denn zum großen "Aufräumer" in der (Internet)Aquaristik? Das einzige was man an diesem Beitrag als "Märchen" bezeichnen könnte ist "Fische passen sich der Beckengröße an." Da stimme ich Dir zu. Alles andere ist Deine ganz persönliche Meinung und nicht auf jedes andere Becken übertragbar und schon gar nicht allgemein gültig. Ich werde mein Becken auch zukünftig mit einem Filter versehen, regelmäßig Wasserwechsel machen, es gut bepflanzen, auf unnötige Chemie verzichten und den Fischen ein so großes Becken wie irgend möglich zur Verfügung stellen. Andere können gern auf Wasserwechsel, Pflanzen, Filter usw. verzichten und ein "Altwasserbecken" betreiben. Ich habe Dich auch nicht falsch zitiert, sondern nur ein Kommentar zu den von Dir geschriebenen "Märchen" abgegeben. Bei einem Zitat muß man auch nicht den ganzen Text wieder geben. Viel Spaß noch und Gruß Stefan
 
 
Geschrieben am 20.03.2007 um 22:27 von Kai Dinkel
Hallo Stefan!

"Die Aussage zum "Altwasser" wobei der Begriff irreführend ist (was ist "altes" was "neues" Wasser?), richtig wäre belastetes Wasser ist schon richtig, denn durch die Fütterung werden tatsächlich (und vor allem bei Frostfutter) Nitrat, Phosphat...usw. eingebracht."

Belastetes Wassen ist schlicht falsch. das Wasser ist nicht Belastet, denn sämtliche Belastungen werden abgebaut.

"Jetzt widersprichst Du Dir aber. Erst sind (höhere) Pflanzen nicht nötig, dann: "Durch gärtnern werden Teile der Schadstoffe aus dem Becken entfernt. Wobei ich hier bei einem echten Nachteil vom Altwasser angelangt bin, nämlich bei den eingelagerten Schadstoffen. Sollte mal ein großer Wasserwechsel nötig sein, aus welchen Gründen auch immer (vielleicht weil man damit überschüssige Nährstoffe, Stoffwechselendprodukte usw. entfernt und "frisches" mit Nährsalzen, Spurenelementen, Sauerstoff... angereichretess Wasser zuführt!?), werden diese Schadstoffe die in Mulm und Pflanzen eingelagert sind wieder teilweise rückgelöst.""

Höhere Pflanzen sind nicht nötig weil sich die Schadstoffe auch im Mulm ablagern bzw. abgebaut werden. Wenn dann noch anaerobe Bakterien entstehen können ist das Abbauspektrum voll abgedekt. Sauerstoff bekommt man auch anders ins Becken, dazu braucht man keinen Wasserwechsel, ich meinte eigendlich damit (und das wird beim Lesen vom ganzen Text klar) wenn eine Krankheit ausbrechen sollte und ein Wasserwechsel nötig wird. Dann hat man ein Problem: Kranke Fische, die auch noch innerhalb von kurzer Zeit 4 verschiedene Wasserstadien durchmachen müssen wenn es einen TWW geben muß.

" Ein Aquarium, dem nur Stoffe entzogen werden über die Abschöpfung der Biomasse, das beschriebst Du nämlich hiermit, und neue Stoffe nur durch das Futter zugeführt werden, muß irgendwann an Mangelerscheinungen und/oder Anreicherung von Schadstoffen leiden. Dann wird ein Wasserwechsel doch wieder nötig, denn: Es funktioniert leider nicht ohne oder nur bestimmte Zeit. Ein Aquarium ist nun mal kein geschlossener Stoffkreislauf (ein biologisches Gleichgewicht zu erreichen wie in der Natur ist eine Utopie der "Altwasserfans") Ein künstlicher Lebensraum (nichts anderes ist ein Aquarium) wird nie ohne regulierenden Eingriff des Menschen funktionieren dazu ist es immer zu klein und die Natur läßt sich nicht überlisten oder Schadstoffe wegdiskutieren. Selbst User hier im Forum mit 5000l (!) Wasservolumen machen regelmäßig Teilwasserwechsel, warum nur?! "

Es gibt genug Fische die fühlen sich ohne Wasserwechsel nicht wohl und sterben sogar (steht auch in meinem Text). Ich kenne einige Leute die haben seit 3-5 Jahren keinen Wasserwechsel mehr gemacht. Die habe ich auch erst füt verruckt erklärt bis ich mich mit dem Thema selbst mal befasst habe und es auch einfach mal selbst ausprobiert habe. Einer hat sogar regelmäsig Skalarnachwuchs. Vor 30-40 Jahren hies es auch noch umso älter das Wasser desto besser wird es. Da gab es auch noch nicht die Wasserwechselmanie. Die kan erst auf als man die technische Möglichkeit hatte auch anspruchsvollere Arten zu pflegen und zu Züchten. Bei denen wurde ein Wasserwechsel aber dann zur Pflicht und das wurde dann auch sämtliche Fische projeziert. Es ist doch mitlerweile schon so das im Internet heufig zu lesen ist Platys werden zu groß für ein 60er Becken.

Wenn du mich schon zitierst dann bitte richtig und nicht die Hälfte weg lassen.

"Die neue Aussage von Dir "Es gibt genug Fische die sich in größeren Becken nicht wohl fühlen." halte ich für nicht haltbar. Das verleitet "Anfänger" dazu ihre teils viel zu kleinen Becken zu rechtfertigen. Sicher finden sich "Viele Bettaarten in Pfützen die haben keine 3l H2O." Richtig, aber wie kommen die dahin? Das sind Anpassungen an temporäre Gewässer, die periodisch in bestimmten Habitaten auftreten (man denke nur an Monsun-Regen, gerade in Südostasien, Trockenzeiten, Laichperioden usw. ) und sollten nicht als Idealzustand propagiert werden. Grundsätzlich kann ein Aquarium nicht groß genug sein, egal für welchen Fisch, denn sämtliche natürlichen Habitate sind unvergleichlich größer als jedes Aquarium, oder? Bei artgerechter Einrichtung, Ernährung und Vergesellschaftung fühlt sich kein Fisch in einem großen Becken (was ist "groß"?) unwohl."

Das habe ich Jörg schon beantwortet.

Gruß
Kai
 
 
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